Schweizerischer Fischerei-Verband

//// FISCHER SCHAFFEN LEBENSRAUM //// 65 ⊲ Beschreibung Pfahlbuhnen bestehen aus Reihen lückig gerammter Holzpfähle, die über eine Teilbreite des Baches reichen. Bauvorgang 1. Anspitzen der Pfähle. 2. Einschlagen der Pfähle in die Gewässersohle, so dass die Pfähle zu etwa 2/3 ihrer Länge in die Ge- wässersohle eingebunden sind. Bei lockerer Sohle können kleinere Pfähle mit dem Vorschlaghammer eingebaut werden, für grössere Pfähle wird meist ein Rammgerät (z.B. Presslufthammer, Baggerauf- satz) benötigt. 3. Ggf. Einklemmen von Totholz zwischen den Pfählen. Baumaterial • Holzpfähle jeglicher Holzart (kein imprägniertes oder lackiertes Holz verwenden!). ⊲ Erfahrungen / Beurteilung Pfahlbuhnen wirken als starke Geschwemmselfänger, wodurch sich ihre Wirkung (Strömungslenkung, Lebens- raum) bereits kurz nach Einbau verstärkt. Sie stellen eine einfache und effektive Massnahme zur Struktu- rierung stabiler Ufer (z.B. Blocksatz) dar, sind aber als Uferschutzmassnahmen weniger geeignet. In kleinen Gewässern mit wenig Strömungsangriff können pfahlbuhnenähnliche Geschwemmselfänger gut in Handarbeit erstellt werden (s. Foto links). In grösseren Gewässern können die Pfähle mit einem Bagger gerammt werden. Bei stark kolmatierten Sohlen hat es sich bewährt, die Sohle zunächst mit dem Bagger aufzureissen und die Pfähle dann mit einer am Bagger angebrachten Rüttelplatte auf die endgültige Höhe zu bringen. Pfahlbuhnen � 24–30 cm ggf. Anschrägen Einbindetiefe ca. ⅔ der Pfahllänge

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