baldeggerjournal

2 Das Interview mit K. Obermüller u. Sr. Hildegard ist vorzüglich, weil die Gedanken so elementar sind. Die unterschiedlichen Beiträge passen mir, denn sie spiegeln die Wahrnehmung einer Klostergemeinschaft mit individuellen Menschen. Je mehr ich mich ins Thema vertiefe, wird mir bewusst, dass der achtsame Umgang mit sich selbst, mit einer Gemeinschaft, mit Schule und Staat ganz entscheidend ist. O.H.;R. Wer Baldegger Schwestern schon begegnet ist – in der Schweiz, in Tansania, Papua Neu-Guinea … – weiss, dass sie sehr aktive, fleissige Ordensfrauen sind. Umso mehr überrascht es, dass sie das neueste Heft ihres Journals dem Thema «Faulenzen» widmen. Prägnant schreibt die Redaktorin MarieRuth Ziegler in ihrem Vorwort: «Das neue BaldeggerJournal ermutigt Sie zum Faulenzen. Warum? Weil es gut tut.» So rufen die originell geschriebenen Artikel auf zum «Plegere», «Chillen», «die Seele baumeln lassen». W.L.;L. Ich habe die Berichte über das Faulenzen noch am Abend durchgelesen und mir meine eigenen Erfahrungen dazu gemacht. Es mögen gut fünfzig Jahre vergangen sein, da gruben mein Jüngster und ich im Wald eine bloss fünf Zentimeter hohe Eiche aus, trugen diese nach Hause und pflanzten sie in unseren Garten. Die junge Eiche gedieh, wurde höher und breiter. Die Eiche ist zum Zentrum meines Faulenzens geworden. Immer wieder ziehe ich den Liegestuhl ganz nahe an deren Stamm und schaue nach oben. Ich komme mir vor, ich sässe in einer gotischen Kirche, alle meine Blicke werden nach oben gezogen. So kann es vorkommen, dass plötzlich meine Augen müde werden und ich froh und heiter zu träumen beginne, ich faulenze. Nach dem Lesen der Beiträge über das Faulenzen plagt mich das gelegentlich schlechte Gewissen über meine Passivität und Müdigkeit nicht mehr, im Gegenteil: Ich freue mich auf die nächste Faulenzer-Periode. H.S.;A. Heute war ich in der Kirche so faul. Da fiel mir das BJ «Vom Faulenzen» ein. So dachte ich mir: «Lieber Gott, jetzt faulenze ich ein wenig bei dir.» H.P.;B. Nach dem Mittagessen legte ich mich aufs Bett und begann gleich mit der ansprechenden Lektüre. Aber der Artikel von Pater Ziegler (dessen Beiträge ich sonst sehr schätze) hatte es in sich. Im zweiten Abschnitt erwachte ich wieder mit dem Heft auf dem Bauch. Es muss wohl am «Pfui!» gelegen haben. Thema und Titel haben es mir besonders angetan. Ganz besonders aber der allerletzte im orangen Feld auf der hintersten Seite: «Faulenzen müssen Sie schon selber» als Überleitung zum Angebot der Herberge und des Bildungshauses. Das ist genial gelöst! Eine andere geniale Idee habe ich im Beitrag von Sr. Helena Pichler gefunden, wäre sie nur nicht so fies: «Ihr könnt doch singen, hat mich am Ohr genommen.» Wir haben herzhaft darüber gelacht! Und noch eine andere Reaktion möchte ich schildern: Sr. Elinda Brändle sagt in ihrer Interview-Antwort etwas vom Schönsten, was ich in meinem Leben je gelesen habe: «Mein Gott, auf dich vertraue ich, …, von allen Seiten umgibst du mich.» – Dieser Nachsatz hat in mir eine ganz tiefe Einsicht ausgelöst: Wenn Gott mich von allen Seiten umgibt, dann macht er mich zu seiner Mitte! K.H.;M. Lebhaft erinnerte ich mich an eine Episode aus der Kinderzeit unseres Jüngsten. Als er wieder einmal «faul» auf seinem Bett lag und ich ihn deshalb rügte, meinte er trocken: «Ich faulenze nicht, ich brauche doch Zeit um mich zu entwickeln!» Man kann es auch so sehen! U.K.;W. Auf Seite 7 zitiert Herr Dr. theol. Thomas Ruckstuhl aus Solothurn aus dem Schöpfungsbericht des Alten Testaments: «… und er ruhte am siebten Tag (Gen 2,2)» und bezieht den siebten Tag ungeniert auf den Sonntag. Der 7. Tag aber ist für die Juden der Sabbat, unser Samstag. Und dasselbe gilt eigentlich auch für uns Christen. Der 7. Tag ist der Samstag! Im Neuen Testament ist deutlich die Rede vom Sonntag als dem ersten Tag der Woche, da die Frauen zum Grab hinaus gehen (zB Matthäus 28,1; Markus, 16,9; Lukas 24,1; Johannes 20,1). Immerhin: alle 4 Evangelisten sagen es deutlich! Der Ostersonntag, der Auferstehungstag ist der erste Tag der Woche. Damit beginnt das neue Leben, die neue Woche! Es ist eigentlich schade, dass gerade promovierte Theologen die Bibel nicht genau beachten da, wo es wichtig ist. K.H.;M. Noch bin ich voll Begeisterung über Ihr BJ vom Januar. Längstens wollte ich Ihnen für diese Nummer das gewaltigste Lob zusprechen. Des Lobes voll also über das ganze Heft, eingeleitet mit dem spannenden Prolog, die wunderbaren Gedanken von Sr. M. Rosenberg über das Stundengebet zum ewigen Lobpreis Gottes bis zur drolligen Geschichte von Sr. Blasia. Nun ist auch das «Faulenzen» gelungen! Woher die guten Ideen – anregend, überlegend, amüsierend?! Aus meinem glücklichen gesunden Faulenzen im hohen Alter grüsse ich Sie lobend und dankend! B.E-W.;D. Die Lektüre des Journals vermittelt sehr viel persönliche Anregungen. Herzlichen Dank für Ihr Engagement und für die interessante Gestaltung! R.T.;M. Sommerliches Plegere soll nicht davon abhalten, Ihnen wieder einmal sehr herzlich zu danken für die wertvollen Impulse, die Ihr Journal von Mal zu Mal vermittelt; und Sie zu beglückwünschen zu dieser stets anspruchsvollen und nie anmasssenden publizistischen Leistung. H.A.;S. Das Heft habe ich mit Vergnügen gelesen. Alle reden vom Faulenzen, und keiner will ein Faulenzer sein. Nicht einmal im Himmel, denn da loben sie Gott in den schönsten Tönen! S.B.;Ch. Besten Dank für die gehaltvollen Hefte in einer oft inhaltsarmen Medienlandschaft. H.L.;I. Forum Impressum BaldeggerJournal Nr. 35|2018, zweimal jährlich Herausgeberin Kloster Baldegg, CH-6283 Baldegg T: 041 914 18 00 e-Mail info@klosterbaldegg.ch Homepage www.klosterbaldegg.ch Redaktionteam Sr. Marie-Ruth Ziegler, Baldegg Sr. Boriska Winiger, Baar Sr. Nadja Bühlmann, Baldegg Sr. Renata Geiger, Baldegg Sr. Beatrice Kohler, Hertenstein Grafik grafikcontainer gmbh, Luzern Druck SWS Medien AG Print, Seetal Copyright bei BaldeggerJournal Lektorat Sr. Pascale Assey, Baldegg Fotos Jost Amrein, Hochdorf, Seiten 1, 15 Regula Lüchinger, Den Haag, Seite 10 Sr. Nadja Bühlmann, Baldegg, Seite 5 Sr. Marie-Ruth Ziegler, Baldegg, Seiten 4, 6, 9, 17-19 Zur Verfügung gestellt: 12, 14, 19 Postcheck-Konto Verein Kloster Baldegg, 6283 Baldegg PC 60-984-8 IBAN CH16 0900 0000 6000 0984 8 Vermerk: BaldeggerJournal

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