17 Ich bin Ana Bela da Cunah und 38 Jahre alt. Geboren bin ich in Portugal, in Arcozelo, bei S. Pedro do Sul. Das ist wie Baldegg und Hochdorf, Arcozelo ist Baldegg und S. Pedro ist Hochdorf. Meine Vater ist schon lange gestorben, schon wo ich sieben Jahre klein war. Meine Mutter ist jetzt mit mir in der Schweiz seit ich erstes Kind bekommen habe. Jetzt ist sie immer ein bitzeli do und dann wieder ein bitzeli in Portugal. Dort ist meine einzige Schwester. Die ist in Portugal geblieben. Sonst keine Geschwister. Dafür mein Mann hat viele: sieben Mädchen und sieben Buben. Ich bin vor siebzehn Jahren das erstemal in die Schweiz gekommen, weil mein Freund hier war. Nach drei Monaten bin ich wieder zurück nach Portugal gegangen, dann wir haben geheiratet und nachher wieder in die Schweiz gekommen. Mein Mann arbeitet schon dreizehn Jahren bei der Granador in Hitzkirch. Und ich bereits elf Jahre hier in der Klosterküche. Als ich erstes Mal in die Schweiz kam, ich habe gearbeitet in einer Gärtnerei. Das war ein bisschen schwere Arbeit. Nachher ich habe zwei Jahre in einem Restaurant in Rothenburg geschafft. Dann eine meiner Schwägerinnen ist definitiv nach Portugal zurückgegangen. Ich bin ins Kloster fragen gegangen, ob ich für sie in Küche arbeiten kann. Sr. Kunigunda hat nicht sofort ja gesagt, aber nachher hat sie telefoniert, dass ich kommen kann. Und seither bin ich da. Ich arbeite immer sehr gerne in der Sonnhaldenküche. Wir alle schaffen gut miteinander. So arbeiten wir schön. Ich schaffe auch gut mit Chef, Herr Streit, auch mit Eveline Beck, mit Sr. Bernadette auch. Und mit Sr. Fides und Sr. Edith. Einfach mit allen. Ich habe nie Streit und Probleme mit den andern. Die letzten Monate war ich ein bitzeli Chef, weil Frau Beck krank ist. Ich mache jetzt auch den Rapport am Morgen. Die andern fragen dann: «Ana Bela, wie muss ich das machen?» Ich habe nie Kochlehre gemacht. Aber immer ein bitzeli zugeschaut. Schon bei meiner Mutter. Und dann im Restaurant. Und von Sr. Fides und Sr. Edith habe ich viel gelernt. Schwester Fides hat mir immer sehr gut gezeigt. Ich koche sehr gerne im Kloster, weil jeden Tag etwas anderes, immer wieder neue Menü, super! Das habe ich gerne. Herr Streit gibt mir den Menüplan von der ganzen Woche. Ich schaue bereits am Montag, was es am Sonntag gibt und studiere, wie ich es mache. Ich habe sehr Freude, wenn ich etwas Neues kochen kann. Ich probiere es nie vorher aus, aber es gelingt immer. Ich mache einfach, wie es geschrieben ist. Und wenn ich nicht sicher bin, telefoniere ich schnell Herrn Streit. Er erklärt mir dann und dann kommt es immer gut. Ich koche alles sehr gerne und ich habe gerne, wenn ich viel kochen kann. Letzte Woche habe ich ein wenig Angst gehabt: drei Tage waren so viele Schwestern für das Plenum in Baldegg. Aber Sr. Bernadette hat gut organisiert und alles aufgeschrieben. So hat alles wunderbar geklappt, am Mittwoch, am Donnerstag und am Freitag. Ich habe grosse Freude gehabt. Auch daheim koche ich gerne. Mein Mann und die Kinder und meine Mutter haben alle gerne Schweizer Essen. Auch wenn ich in den Ferien in Portugal bin, koche ich viel Schweizer Essen. Ich habe zwei Buben, der Paulo und der Manuel. Paulo ist in der fünften Klasse und der klein Manuel im Kindergarten. Er sagt immer: Muetter, ich bin nicht mehr klein, ich bin schon gross. Aber ich sage ihm trotzdem «Klein Manuel», weil mein Mann auch Manuel heisst. Ich habe liebe Kinder. Auch mein Mann ist ein ganz lieber. Die Kinder sprechen immer deutsch miteinander, mit uns aber portugiesisch. Mein Mann kann gut deutsch, ich verstehe alles, aber mit sprechen habe ich eine bitzeli Mühe. Wir haben die Schweiz gerne und möchten jetzt nicht zurück nach Portugal, vielleicht später einmal. Wir haben schon ein Haus gebaut, dort wo mein Mann daheim ist. In den Ferien wohnen wir dort. Ich habe das Meere sehr gerne. Auch Fatima. Jedes Mal fahren wir nach Fatima. Es ist nicht weit, nur etwa 250 km. In Fatima ist eine ganz grosse Madonna. Wir bleiben den ganzen Tag, schauen etwas, essen und beten auch. Ich habe sehr gerne die Natur. Auch in der Schweiz schaue ich sehr gerne das Land, die Kühe und die Natur. Ich reise gerne. Auch spazieren und spielen mit den Kindern tue ich sehr gerne. Und natürlich viel kochen tue ich sehr gerne. jobs. Ana Bela da #unha kocht gerne viel jobs@baldeggerschwestern.ch
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