20 Du musst halt mit mir zum neuen Stall kommen, dann zeige ich dir, was ich schaffe tue. Den Stecken nehme ich mit, den brauche ich. Ich fahre mit dem Töff. Du kannst neben mir laufen. Stopp: warte – luege – lose – laufe. Und in der Mitte der Strasse noch einmal: warte – luege – lose – laufe. Das ist wegen der Gegenseite, da könnte ein Auto kommen. Das haben wir gerade heute gelernt beim Polizischt. Mit dem Stecken lueg ich, ob der Boden trocken ist. Am besten gehen wir zusammen auf die Wetterseite vom Stall. Zuerst messe ich im Schlamm. Siehst du, wenn’s dunkel ist da am Stecken, dann ist der Boden noch nass. Dieses Jahr bin ich nicht viel ins Obst gegangen. Die Birnen sind früh reif gewesen. Wir haben dann Birnenmost gemacht. Aber der gibt mehr Durchfall. Äpfel und Birnen gibt weniger. Nur Äpfel gibt auch weniger. Ich darf im Stall mit em Ueli schaffe. De Ueli isch dä Chef. Dann kommt zuerst der Res, dann der Albrik, der Edi und der Matthias. Was ich alles schaffe tue? Also zuerst d’Chüheli in Stall inne tue. Als Zweites mit em Hirten anfangen. Drittens usemischte. Dänn afange mit Schiebere. Und dänn? Weisch du, was dänn chunnt? Worum weisch du das nüd? Das ist bubiliecht: Dann kommt doch das Einstreunen. Das isch dänk dä Chüheli äs subers Bett machen. Dann darf ich mithelfen innegä, weisch dä Chüheli z’ässe gäh. Ich habe eine Kindergabel, nein zwei, eines ist die Spitzkindergabel. Siehst du, da drüben sind die ganz kleinen Chälbeli. Nebendran ist noch einmal ein Bébéteil, dann kommt der Teil, wo die Kinder schon e chli grösser sind, und mit dr Mama zäme sind. Zuhinterst im Stall ist das Guschtveh. Wem die Tierli ghöred? Dänk üs allne, am Ueli, a mir, dr Lydia und dr Lynn. Ich kann viele Sorten Kühe aufzählen. Also, es gibt braune mit Hörner. Das sind Mutterkühe, in dem Fall sagt man dann Braunvieh. Wir haben aber Original Braunvieh. Und dann gibt’s noch Braunswiss. Jetzt komme ich aber nicht mehr nach. Warum hat es hier Kuhflädli? Hier können die Kühe gar nicht durchlaufen. Es ist ja abgesperrt. Das isch scho komisch. Da sind die Fahrsilos. Ich habe schon zweimal ein Fuder gebracht, nein dreimal, zweimal Mais und einmal Gras. Ich habe auch Stroh geführt mit dem Traktor. Bist du noch nie mit dem Traktor gefahren? Echt?? Gäll, mer händ vieli Siloballen do! Ich zähle sie einmal. Es sind einundreissig. Hei, der Siloballe ist dänn schön gewickelt, en Superballe! Die macht der Bachmann, das ist ein Bauer mit Mutterkühen, aber nicht Bio. Er wohnt in Kleinwangen. Ich kenne die meisten Bauern, aber nicht alle. Der neue Stall gefällt mir gut. Hast du denn den Stallplan nie angeschaut? Ich schon. Ich komme schon draus. Die Gitter sind aus Metall? Beim Stall vom Grossbabi hat es noch alte Gitter. Hier sind Windvorhänge, die Kühe haben halt nicht gerne Durchzug. Im Stall gefallen mir alle Arbeiten. Am Abend bin ich mängisch au ächli müed. Dann falle ich fast ins Bett hinein. Frei habe ich am Sonntag und Samstag. Nein am Samstag und Sonntag muss ich sagen. Wenn am Samstag Sonntag wäre, dann hätten wir ja am Samstag immer Zopf. Am Sonntag gibt’s nämlich immer Zopf. Hast du auch immer Zopf am Sonntag? Mmmh, beim Grossmueti hät’s ämol no feinere gäh. Am wenigsten gern schaffe ich im Büro. Das isch äs bitzeli langwilig. Vielleicht mache ich das nur fünf Minuten, wenn ich heimkomme und Hausaufgaben machen muss. Ich gehe am Morgen ins Kinderhaus. Aber ich wott nüd, dass mer witzelet. Ich bin fünf Jahre alt. Wie lang mer z’Baldegg sind? Wir sind jetzt seit dem ersten Winter do. Ich will au Buur oder Lastwagenfahrer werde. Oder vielleicht noch lieber Baggerführer. Als unser Stall gebaut wurde, war ein Riesenbagger hier, der grössere war orange und einer war gelb. Heute gehe ich noch go müsele mit meinem Kolleg. Der heisst Thomas. Hast du Angst davor, Mäuse in die Hand zu nehmen? Müsele ist eine ganz schöne Arbeit. Zuerst reiben wir die Hände ein mit Erde. So meinen die Mäuse, dass wir nicht da sind. Dann schauen wir, ob Gänge da sind. Manchmal gibt es zwei oder drei Gänge. Wenn wir den Gang gefunden haben, dann lochen wir und richten die Falle und stecken sie hinein. Dann stecken wir noch ein Fähnli, damit wir die Falle wieder finden. Wir gehen an zwei Orten müsele, in der Obstanlage und in einem Grasfeld. Die Müseli in den Fallen bringen wir der junge Katze. Die hat Freude. Mängisch tschuttet sie s’Müseli auch vor sich her, wenn sie sie nicht fressen will. jobs. Der fünfjährige Bauer Simon ist kein Anfänger jobs@baldeggerschwestern.ch
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