baldeggerjournal

Bildungshaus Stella Matutina Dienen – eine franziskanische Grundhaltung 2 Sr. Beatrice Kohler, Hertenstein Kloster Baldegg Dienen ist höchster Akt der Freiheit 4 Kardinal Kurt Koch, Rom Unser Dienst – die Gastfreundschaft 6 Sr. Katja Müller, Baldegg Dienen – Dir zuliebe 8 Dr. P. Albert Ziegler SJ, Zürich Ein Leben lang dienen 10 Rückblickend auf 50 Jahre Ordensleben Mein Dienst als Generaloberin 13 Sr. Zita Estermann, Baldegg mail@klosterbaldegg.ch 14 mail@klosterbaldegg.ch Beat Wandeler, Etoy¦ Sr. Erika Lischer, Baldegg Glauben & Beten 15 mit Sr. Marina Keller, Hurden Übrigens 16 Zwei Bilder – ein Leben 17 Frieda Jenal aus Samnaun – Sr. Lorena in Papua Neuguinea Liebe Leserin, lieber Leser Ich will Deutschland dienen. Mit solchen Wahlslogans gewinnt man Wahlkämpfe. Angela Merkel machte es vor. Gelangt man mit Dienen wirklich nach oben? Dienen – so die landläufige Meinung – hat etwas Erniedrigendes an sich, etwas, das für die unten vorgesehen ist. Wo käme man hin, wenn diese Ordnung auf den Kopf gestellt würde? Und doch: Wer dem Schwächeren dient, der tut etwas Gutes. Immer schon taten es einige meisterhaft. Franz von Assisi beispielsweise. Von dieser dienstbereiten Güte erzählt Sr. Beatrice Kohler, Seite 2. Dienen ist also eine Lebensart, sogar eine Lebenskunst. Vom täglichen Ringen um diese Kunst berichtet dieses Journal. Sr. Katja Müller hat in Gesprächen erfahren, wie Gäste ihren persönlichen Dienst verstehen und wie Firmen bei Workshops in der Klosterherberge die eigenen Dienstleistungen kritisch überprüfen. Auch wir Schwestern tun dies von Zeit zu Zeit. 50 Jahre Ordensleben sind so ein Moment der Reflexion. Daraus sind persönliche Zeugnisse von 16 Schwestern entstanden. Sie zeigen, dass Dienen die eigentliche Berufung von uns Ordensschwestern ist. Sr. Zita Estermann, unsere Generaloberin, verrät auf Seite 13, wie sie ihren klösterlichen Leitungsdienst versteht. Die Vielfalt von Antworten verlangt nach grundsätzlicher Klärung des Begriffs 'dienen'. Das hat P. Albert Ziegler SJ in gewohnter Gründlichkeit und Anschaulichkeit gemacht. Und er bringt es auf den Punkt: «Dir zuliebe». Dieses «Dir zuliebe» wischt Rangordnungen weg, aus oben wird unten und umgekehrt. Dienen ist nicht Herrschen. Dienen macht frei. Und noch etwas: Christen müssen nicht dienen, sie wollen dienen. So sagt es Kardinal Kurt Koch auf Seite 4. Lieber Leser, liebe Leserin «Der Weg Jesu führt durch die Täler des Dienstes, er führt aber nach oben», so las ich kürzlich. Wer das versteht, beugt seinen Rücken vor Gott und für die Schwächeren. Ob Angela Merkel das meinte mit ihrem Wahlslogan? Bedeutsamer ist, dass Sie, liebe Leserin, lieber Leser, wissen und vielleicht auch einmal aussprechen, wem zuliebe Sie dienen. Ich meinerseits habe es bei der Profess gesagt: Ich will meinem Gott dienen. Punkt. Herzlich grüssen Sie Ihre Baldegger Schwestern Inhalt Vom Dienen ... Editorial

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