baldeggerjournal

Kloster Baldegg Herr Bischof, was ist Sünde? 2 Sr. Nadja Bühlmann, Baldegg Abgeschafft? 3 P. Paul Anthamatten, Baldegg Ein Blick in die Bibel 4 Dr. Hermann-Josef Venetz, Visp Bildungshaus Stella Matutina Den liebenden Blick Gottes annehmen 6 Sr. Samuelle Käppeli, Hertenstein Kloster Baldegg Bruder Franziskus: «Als ich in Sünden war…» 8 Sr. Renata Geiger, Baldegg Papst Franziskus: «Ich bin ein Sünder» 9 Sr. Martine Rosenberg, Baldegg Sündenböcke, Schuld und befreiende Erlösung 10 Prof. Dr. Christiane Blank, Zofingen Loslassen, was nicht gut gelaufen ist 12 Gespräch mit Sr. Jolenda Elsener, Hurden Im Zirkus 13 Im Gespräch mit Zirkuspfarrer Ernst Heller mail@klosterbaldegg.ch 14 mail@klosterbaldegg.ch Josef Socha, Königgrätz, Tschechien Sr. Hildegund Kunz, Baldegg Glauben & Beten 15 mit Sr. Romana Pfefferli, Amden Übrigens 16 zwei Bilder – ein Leben 17 Klara Schmid aus Oberegg – Sr. Jakoba in Crans Montana Liebe Leserin, lieber Leser Kopfschütteln und Ärger könnte das Thema unseres neuen BaldeggerJournals auslösen. Denn «Vom Sündigen» zu schreiben – so wurde bemerkt – sei heute unzumutbar, fast eine lässliche Sünde. Falls sich überhaupt noch jemand erinnert, was das ist. Wenn ich jedoch die abstrusen Geständnisse in gewissen OnlineBlogs lese oder reuige Sünderinnen in TV-Talkshows öffentlich ihre peinlichen Vergehen beichten, reibe ich mir die Augen: Sünden bekennen muss doch cool sein! Topaktuell daher die Frage des über neunzigjährigen Beichtvaters auf Seite 12: Braucht es die Beichtstühle noch? Inspiriert zu diesem Thema hat mich übrigens einer, der ungeniert vom Sündigen spricht. Und nie vergisst zu sagen, dass auch er ein armer Sünder sei. Neu ist dies zwar nicht, schon vor 800 Jahren hat einer aus Assisi das gesagt. Erstaunlich nur, dass die Leute trotzdem jubeln und mehr von ihm hören wollen. Wenn Sie sich für die zwei prominenten Sünder interessieren, empfehle ich die Lektüre Seite 8. Sie ermutigt, sich selber auch einzugestehen: Das ist eine Sünde, und ich habe sie begangen – statt zu murmeln, das ist ein Problem, das muss ich lösen. Denn der Verlust des Sündenbewusstseins bleibt nicht folgenlos. Irgendwann klopft die eigene Schuld mir wieder auf die Schulter. Davon schreibt Frau Prof. Christiane Blank, ebenso von Vergebung, Versöhnung und von Sündenböcken. Am Ende des Lebens braucht es diese definitiv nicht mehr, sagt Sr. Jolenda. Im Hospiz hilft sie – auch wenn‘s fünf vor zwölf ist – loszulassen, was nicht gut gelaufen ist. Eine schönere Aufgabe gibt es einfach nicht, sagt sie. Was aber ist Sünde? Bekanntlich sind die meisten Sünderinnen und Sünder ja in der katholischen Kirche daheim. Darum stellten wir die Frage den drei Bischöfen in Solothurn. Ausführlicher beantwortet sie der Neutestamentler, Prof. Venetz. In der Bibel hat die Sünde konkrete Namen: Treulosigkeit, Hartherzigkeit, Ungerechtigkeit usw. Seine Folgerung: Auch das ‹Sünden vergeben› muss konkret erfahrbar sein. Lieber Leser, liebe Leserin Wir empfehlen Ihnen, diese Vorschläge einmal auszuprobieren, auf dem Papier sieht es übrigens ganz einfach aus! Und: Bitte nicht aufgeben, wenn’s beim ersten Mal nicht hundertprozentig gelingt. Herzlich grüssen Sie Ihre Baldegger Schwestern Inhalt Vom Sündigen ... Editorial

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