baldeggerjournal

11 Biberbrugg Eintauchen in andere Welten, EntSpannung im Duo, mitdenken, Zusammenhänge erahnen, schlussfolgern und rätseln… Ja, ich lese gerne, vor allem Krimis. Ich geniesse das Kribbeln und die «Hühnerhaut» in spannenden Momenten. Der neue Krimi «Biberbrugg» von Silvia Götschi ist da. Auf dem Klosterplatz in Einsiedeln wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Valérie Lehmann, die Protagonistin und ihr Team stehen vor einem Rätsel. Die verstorbene Frau wird nicht vermisst. Die Arbeit ist akribisch, das Team gefordert, erfährt Grenzen und sieht den Abgrund menschlichen Handelns. Es ist der zehnte Fall aus der Reihe Valérie Lehmann. Mittlerweile «kenne» ich diese Frau, die mit ihrem Team im Kanton Schwyz ermittelt. Als Leserin steckte ich mitten drin. Ich muss mich disziplinieren, damit das Lesen nicht zu Überstunden führt. Silvia Götschi beschreibt lebensnah und spannend. Für alle, die gerne Krimis lesen, ist die fünffache Mutter und Grossmutter ein Geheimtipp und eine wahre Fundgrube an schriftstellerischem Schaffen. «Einmal Götschi… immer Götschi» Ich freue mich auf ihren nächsten Krimi. Biberbrugg Silvia Götschi | 2024 | Emons Verlag GmbH | 2024 Sr. Theres Brändli Wenn nichts fehlt, wo Gott fehlt Das Christentum vor der religiösen Indifferenz Ich entdeckte den Titel. Und er liess mich nicht mehr los. Viele Menschen sind kirchlich religiös wenig musikalisch, bezeichnen sich aber als spirituell. Vielen fällt es schwer, über den Glauben zu sprechen, die grossen Fragen des Lebens zu stellen und um Antworten zu ringen. Der Glaube ist heute nur mehr eine Option unter vielen. Loffeld spricht auch vom Apatheismus, von einer durch und durch gleichgültigen Haltung gegenüber dem Religiösen. Ungeschönt analysiert er Kirche und pastorale Arbeit. Er spricht von einer Pastoral, die sich nicht davon abbringen lässt, dass das Evangelium etwas absolut Einzigartiges ist, seine Universalität aber nicht als Abgrenzung versteht. Er formuliert den Anspruch, Menschen in der Annahme des Heils absolut frei zu lassen. Dafür nicht auf Dialog und Gespräch zu verzichten, aber Erlösung letztendlich Gott zu überlassen. Beim Lesen kam ich oft mit meinem Verlustschmerz in Berührung. Gleichzeitig ermutigt es mich, die Zeichen der Zeit zu deuten, Loffelds Antworten zu prüfen und zusammen mit anderen weiterzudenken. Wenn nichts fehlt, wo Gott fehlt. Das Christentum vor der religiösen Indifferenz JAN LOFFELD | 2024| Herder Verlag Sr. Beatrice Kohler

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