baldeggerjournal

Kloster Baldegg Hinschauen – kritisch bedacht, geistlich vertieft 2 Dr. P. Albert Ziegler SJ, Zürich Was Augen nicht sehen, aber schauen .... 4 Sr. Boriska Winiger, Baar … das Geschaute fassen 7 eine kleine Seh (und Zeichen)schule Sr. Beatrice Kohler, Baldegg Mit den Augen des Herzens 8 Hinschauen auf das Geheimnis von Lourdes Sr. Silja Richle, Baldegg Im Anschauen verwandelt werden 9 Sr. M. Martine Rosenberg, Baldegg Zeigen, was sie so noch nie gesehen haben 10 Bildungshaus Stella Matutina Vom Schauen glücklich 12 Sr. Hildegard Willi, Hertenstein Kurhaus Bergruh Hinschauen ist Erholung 14 Sr. Manuela Desax, Amden Glauben & Beten mit Sr. Annja Henseler, Baldegg 15 Übrigens 16 jobs@klosterbaldegg.ch Roland Heinzmann muss genau hinschauen 17 Liebe Leserin, lieber Leser Gott anschauen, so sagen wir, sei unser Alltag. Wie das geht? Wie man das macht? So genau weiss ich das nicht. Aber ich weiss auch nicht so genau wie atmen, laufen oder lachen gehen. Erst, wenn es nichts mehr zu lachen gibt, alles bockstill steht und es einem den Schnauf verschlägt. Dann sind tausend Fragen da. Mit dem «Gott anschauen» scheint es ähnlich zu sein. Eng wird’s, wenn es nicht mehr alltäglich geschieht. Wenn Wolken, Mond und Sterne, Blumen und Steine nicht mehr zu uns sprechen. Dann ist es Zeit, wieder einmal mit Kindern spazieren zu gehen. Das rät P. Albert Ziegler SJ auf Seite 2. Überhaupt ist die Natur ein idealer Erfahrungsort. Erkennen erfordert genaues Hinschauen. Das hat Sr. Hildegard Willi auf dem väterlichen Hof gelernt und dort den Anschauungsunterricht fürs Leben erhalten. Wenn unsere Gäste in Amden mit ihrem inneren Auge Alpenrosen und Enzian, Mehlprimel, Arnika und Günsel fotografieren, ist dies Erholung pur. Sr. Manuela Desax lädt Sie dazu ein. Den Menschen zeigen, «was sie so noch nie gesehen haben», will die junge Filmemacherin Valerie Gudenus. Mehr im Interview Seite 12. Eine kleine Lektion «Seh- und Zeichenschule» mit vier Übungen hat Sr. Beatrice Kohler parat: Man nehme eine weisse Postkarte, stanze ein Loch und schaue hindurch. Gut und schön. Was aber, wenn Augen nicht sehen? Sr. Boriska Winiger hat jahrzehntelange Erfahrung damit und will vom blinden Musiker Hansburkard Meier wissen, wie er sich den Durchblick verschafft. Verblüffend seine Antwort: Mit den Ohren. Andere tun es mit dem Herzen, andächtig vor dem Tabernakel. Sr. Martine Rosenberg berichtet davon, und Sr. Silja ist in Lourdes solchen Menschen begegnet. Sie schauten glücklich in die Welt. Lieber Leser, liebe Leserin «Etliche Leute wollen Gott mit Augen schauen, so wie sie eine Kuh betrachten, und wollen Gott genauso lieben, wie sie eine Kuh lieb haben.» Meister Eckhart lädt mit diesen Worten zum rechten Schauen und rechten Lieben ein. Unser BaldeggerJournal lädt Sie zum Lesen ein. Das ist weit ungefährlicher als das pointierte Formulieren von Meister Eckhart. Er starb im 13. Jahrhundert als Ketzer. Wir wünschen Ihnen, dass Sie beim Lesen glücklich werden. Herzlich grüssen Sie Ihre Baldegger Schwestern Inhalt Vom Hinschauen ... Editorial

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