baldeggerjournal

11 Dies erleichtert die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr. Die bereits bekannten «Treffpunkt-Angebote» führen wir weiter mit einem neuen Jahresprogramm. Dort finden Interessierte Tagesveranstaltungen oder mehrtägige Angebote zu den Schwerpunkten Glauben, Leben, Handwerk, Kultur. Das Jahresprogramm ist unter www.klosterherberge.ch aufgeführt oder kann per Post angefordert werden. Neu im Angebotsbereich sind die sogenannten «HerbergeZeiten». Sie sind für Menschen gedacht, die das Gespräch, die Begegnung, die Stille, das Gebet und das Ausruhen suchen. Die im kreativen Tun ihre Kräfte sammeln, im Verweilen zu sich und zu Gott finden möchten. Oder die das Leben der Schwestern etwas näher kennen lernen möchten. Mit dem festgelegten Tagesrhythmus schaffen die verschiedenen HerbergeZeiten bewusst Abstand zum persönlichen Alltag. Die HerbergeZeiten sind als kürzere oder längere Auszeiten gedacht. Selbstverständlich ist es auch möglich, sich in der Klosterherberge Ferien und Erholung oder eine Auszeit ohne besonderes Programm zu reservieren. Unseren Gästen stehen dafür Herbergezimmer in unterschiedlicher Art und Ausstattung und Preislage zur Verfügung. Ein besonderer Ort, die eigenen kreativen Lebenskräfte zu entdecken, zu fördern oder zu erneuern sind unsere Handwerkstätten. Das schöpferische Tun in Kursangeboten oder in Werkstatttagen kann für viele zu einer eigentlichen Lebensquelle werden. Zur Klosterherberge gehört auch eine Praxis für Logotherapie. Die logotherapeutische Beratung ist hilfreich bei Menschen, denen das Leben viel oder zuviel zumutet, die an Grenzen ihrer Kraft stossen oder sich überfordert fühlen. Hier kann die logotherapeutische Beratung Entlastung und Erleichterung anbieten. Ein weiteres therapeutisches Angebot in der Klosterherberge ist die Fussreflexzonenmassage. Durch gezielte Massage an den Reflexpunkten der Füsse wird das leibliche und seelische Gleichgewicht positiv beeinflusst. Das schenkt entspannende und heilende Wirkung. Selbstverständlich stehen diese Angebote auch Menschen aus der Umgebung der Klosterherberge zur Verfügung. In den alltäglichen Begegnungen und in eigentlichen Seelsorgegesprächen wollen die Schwestern und ein Kapuzinerpater mithelfen, dass Glauben wieder etwas Natürliches und Selbstverständliches wird. Mit Glaubens- und Meditationsangeboten unterstützen sie dieses Anliegen. Als besondere Wegbegleitung für das Unterwegssein im Glauben versteht sich die Geistliche Begleitung und die persönliche Exerzitienbegleitung. Die Gäste der Klosterherberge sind jederzeit auch zu den Gebetszeiten der Schwestern und zur Eucharistiefeier eingeladen. Dies ist in der Klosterherberge und im Mutterhaus des Klosters möglich. Hinzu kommen einige spezielle Gebetsanlässe, die auch von Menschen aus der Umgebung besucht werden. So sind das «Taizé Nachtgebet» und neu das «Musikalische Nachtgebet» regelmässige Momente des Innehaltens. Sie finden beide in der Mutterhauskapelle des Klosters statt, jeweils um 20.00 Uhr. Das «Taizé Nachtgebet» ist immer am 22. des Monats eingeplant, das «Musikalische Nachtgebet» fällt jeweils auf den ersten Freitag des Monats. Allerdings: weder schön umgebaute einladende Räume noch interessante und stärkende Angebote machen aus unserem alten Kloster schon eine wirkliche Herberge. Zur Herberge gehört das Kommen und Gehen, das Anhalten und Aufbrechen, das Ausruhen und Atemholen, das Loslassen und Abschiednehmen. Ebenso gehört die Beständigkeit der Menschen dazu, die die Herberge führen. Deshalb lebt in unserer Klosterherberge künftig eine grössere Gruppe von Schwestern. Sie wollen miteinander dem Leben Halt geben. Und gemeinsam dafür sorgen, dass alle, die mit ihnen für kürzere oder längere Zeit in der Klosterherberge wohnen oder arbeiten, beten oder ausruhen, sich daheim fühlen. Ihr Ziel ist, dass die Gäste beim Aufbrechen spüren: hier bin ich zuhause, auch wenn ich weggehe.

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