12 Nur noch neunzig Mal schlafen, dann verreisen wir in unsere lang ersehnten Ferien ... Die Kinder und natürlich wir Eltern konnten es kaum erwarten. Endlich ist es so weit. Bei der Ankunft im Kurhaus Bergruh in Amden wurden wir mit offenen Armen empfangen. Am Boden waren viele bunte Kinderfüsse aufgeklebt, so wussten Dominic, Alexandra und Julia sofort, welchen Weg sie gehen mussten, um in unsere Unterkunft zu gelangen. Am ersten Abend wurde unsere Familie von den Schwestern zum Bräteln auf den Arvenbühl eingeladen. Nach einem feinen Nachtessen konnten wir alle unserem Spieltrieb freien Lauf lassen. Die ganze Gruppe war wohlgelaunt und sehr entspannt. Wir hatten alle den Plausch. Am Dienstag betreuten Schwester Angela-Maria und Schwester Regula-Maria unsere drei Kinder. Somit konnten mein Mann und ich eine vierstündige Wanderung in das Amdener Hochmoor unter die Füsse nehmen. Es war seit Jahren wieder einmal möglich, einen ganzen Tag zu zweit etwas zu unternehmen. Einmal richtig loslassen und die Gedanken schweifen lassen, ohne Kindergezanke und Gebrüll. Herrlich! Am Abend sanken wir alle müde aber zufrieden in die Betten. Mittwochs stand Schiff fahren auf dem Walensee auf dem Programm. Hui, war das ein Abenteuer! Beim anschliessenden Baden im See gönnten wir unseren erhitzten KörEin Ort zum Ausruhen Familienferien in der Bergruh in Amden Silvana und Franz Gut mit Dominic, Alexandra und Julia, Schongau pern eine Abkühlung. Welch eine Wohltat. Am Donnerstag Morgen erzählte Schwester Angela-Maria ein eigens für uns geschriebenes Märchen mit selbst angefertigten Marionetten. Alle waren fasziniert von den lieblichen Figuren und der spannenden Geschichte. Am Freitag genossen wir noch einmal eine Fahrt auf dem See. Bei einer Wanderung in die Alp Walau lernte mein Mann und ich von Schwester Diana einiges über die wunderschöne Blumenwelt in den Amdener Bergen. Es war sehr interessant. Unterdessen durften unsere Kinder zusammen mit Schwester Thomas und Schwester RegulaMaria eine Sesselfahrt auf diese Alp unternehmen. Wie viel es nicht zu entdecken gab auf dieser Höhe. Sogar frei lebende Murmeltiere wurden von Schwester Thomas und Dominic ausfindig gemacht. Das Mittagessen am Sonntag war einmal mehr ein Gaumenschmaus – so wie alle andern Mahlzeiten im Kurhaus Bergruh überhaupt. Jeder Bissen war ein Genuss und die Schwestern und die Mitarbeiterinnen im Speisesaal erfüllten jeden Wunsch. Am Montag war dann schon wieder das Packen angesagt. Wehmütig dachten wir noch einmal an die vergangenen sieben Tage. Unsere Seele und unsere Körper einmal für einige Tage baumeln lassen, war für uns ein gutes Gefühl. Einfach nichts tun, jede Minute geniessen und entspannen, das tat uns sehr gut. Schade, dass die schöne Zeit so schnell wieder vorbei war. Es heisst also Abschied nehmen von den lieben Schwestern und den interessanten Gesprächen mit den Kurgästen. Abschied nehmen von allem, was uns in der kurzen Zeit sehr ans Herz gewachsen ist. Vielen Dank für alle grossen und kleinen Gesten, ein Dankeschön an alle lieben Schwestern und Mitarbeitenden, welche etwas dazu beigetragen haben, dass wir eine unvergessliche Zeit im Kurhaus Bergruh verbringen durften. Nun sind wir schon wieder vierzehn Tage zu Hause und träumen entspannt von unseren nächsten Ferien in der Bergruh ... baldegger kurhäuser Familie Gut mit Sr. Regula-Maria Mazenauer und Sr. Thomas Scherer
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