baldeggerjournal

11 Sr. Renata Geiger Zu Besuch im Kloster Wie entstand das Projekt «Mother Teresa & Me»? Das Elend der Strassenkinder in Mumbai und ihre Perspektivenlosigkeit haben mich auf meiner ersten Indienreise zutiefst geschockt und bewegt. Für mich war sofort klar, dass ich handeln und etwas zur Verbesserung der Situation dieser Kinder beitragen will. Und so gründeten mein Mann Richard Fritschi und ich 2010 zum 100. Geburtstag von Mutter Teresa die «Zariya Foundation» mit der Vision, Menschen weltweit zu inspirieren, sich in ihrem persönlichen Umfeld für «Love in Action» einzusetzen. Wir sammelten über zehn Jahre hinweg Spenden von CHF 4 Mio. und realisierten mit Kamal Musale, Drehbuchautor und Regisseur den Film «Mother Teresa & Me». Der gesamte Erlös unterstützt ärmste Kinder in ihrer Ausbildung und Gesundheit in Indien. Warum haben Sie die Rolle der Mutter Teresa übernommen? Der Produzent eines Filmstudios in Bollywood schickte mir das Foto der jungen Mutter Teresa und meinte, ich würde ihr sehr ähnlichsehen. Nach reiflicher Überlegung und dem Gespräch mit Kamal Musale nahm ich die Herausforderung an. Ich arbeitete mit den Schwestern von Mutter Teresa im Kinderheim Shishu Bhavan in Kalkutta, verbrachte Zeit mit Mutter Teresas Verwandten in Skopje, unterhielt mich mit Menschen, welche Mutter Teresa noch persönlich kannten. Ich las viele Biografien und die 2007 gegen ihren Willen publizierten Briefe. Diese erschütterten mich zutiefst. Der Glaube daran, mit diesem Film Menschen zu ermutigen, eigene Träume und Visionen zu realisieren, gab mir die Kraft, dieses Projekt über lange Jahre hinweg zu verwirklichen. Was fasziniert Sie an Mutter Teresa? Dass es Mutter Teresa gelungen ist, ihrem Ruf und ihrer inneren Vision trotz grösster Zweifel zu folgen, ist beeindruckend. Sie verstand es, Mut und Hoffnung zu spenden, obwohl sie sich allein und von Gott verlassen fühlte. Sie schaffte es, einen Orden von heute 5'000 Schwestern und Brüdern aufzubauen, die heute in fast in jedem Land dieser Welt vertreten sind. Als evangelische Christin eine katholische Nonne darzustellen: Wie ging das? Ich hatte das grosse Glück, mich im Austausch mit katholischen Nonnen und Vertretern der katholischen Kirche in diese "spezielle Frömmigkeit" einzugeben. Mit unserem Film ging es uns aber in erster Linie darum, den Menschen hinter der "Heiligen" mit all ihren inneren Konflikten darzustellen, um einem weltweiten Publikum Mut zur Überwindung der eigenen Zweifel und Ängste zu vermitteln. Wie sind Sie mit der Realität in Indien umgegangen? Mich dieser brutalen Realität auszusetzen, forderte mich all die Jahre hindurch stets neu heraus. Ich spürte aber auch jedes Mal, wie wichtig es ist, meine Vision umzusetzen und wie viel wir als einzelne Menschen zustande bringen. Wie stehen Sie heute zu Ihrem Film? Es freut mich, dass der Film heute bereits in 20 Ländern läuft und wir aus allen Kulturkreisen dieser Welt sehr berührende Rückmeldungen erhalten, – sowohl zum Film als auch zur Vision dahinter. Es ist grossartig zu sehen, dass sich viele weitere Länder für unseren Film interessieren. ‹Mutter Teresa› kommt nach Baldegg Nein, natürlich nicht die Mutter Teresa von Kalkutta, sondern die Protagonistin im Film «Mother Teresa & Me»! Die Schauspielerin Jacqueline Fritschi-Cornaz war kürzlich bei uns in Baldegg zu Gast. Sie ist Produzentin des Films und spielt die Hauptrolle. Es freute mich, im Gespräch mit ihr mehr über ihren Film zu erfahren. Er ist unter: www.Mother-Teresa-andMe.Film über swisscom blue verfügbar.

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