übrigens ... 18 «Das chasch vergässe – das god jetzt eifach ned!» Salopp gesagt – doch trifft es die Erfahrungen der letzten Wochen. Alle Veranstaltungen in der Klosterherberge mussten wir vergessen. Dabei hat uns die Corona-Zeit mit Fragen der Endlichkeit konfrontiert. Viele Alltagssituationen haben ein neues Verhalten herausgefordert. Das Aufatmen ausserhalb der eigenen vier Wände hat uns die Augen für den Wert der Schöpfung geöffnet. Und jetzt rufen wir wieder wach, was nach den Betriebsferien (13. bis 27. Juli 2020) angesagt ist: In unseren Veranstaltungen nehmen wir Themen auf wie Achtsamkeit mit sich selber und mit der Schöpfung, Sterben und Tod, Hoffnung und Zukunft. Auf unserer Homepage finden Sie unter «Veranstaltungen» mehr Informationen. Wir freuen uns auf Sie. Klosterherberge Corona-Zeit in Baldegg Klosterpforte geschlossen – kein Zugang zum Pflegeheim – Klosterherberge stillgelegt – keine Gottesdienste in der Institutskirche – keine Taizé Nachtgebete … Trotzdem lebten wir im Mutterhaus ein ziemlich normales Leben. Die Abstands- und Hygienevorschriften, die strenge Trennung vom Pflegeheim und von der Klosterherberge verlangten jedoch von den Schwestern etliche Anpassungen, die gewöhnungsbedürftig waren. Da drei Kapuziner bei uns wohnen, konnte täglich eine Eucharistiefeier im Mutterhaus und im Pflegeheim gefeiert werden. Die Gebetszeiten hatten wie immer ihren festen Platz in der Tagesordnung. Wir litten keineswegs unter Einsamkeit und hatten immer nur Grund zum Danken, vor allem auch deshalb, dass unsere Gemeinschaft von der Krankheit verschont blieb. Erst recht fühlten wir uns solidarisch verbunden mit allen, die es nicht so gut hatten. Im gemeinsamen Gebet nahmen somit die Bitten für alle von der Krise hart Betroffenen täglich einen festen Platz ein. Alle, besonders auch unsere betagten Schwestern, leisten diesen Beitrag. In diesem Sinne wünschen wir allen Lesern und Leserinnen Mut, Kraft und Zuversicht. Sr. Lorena schreibt nach ihrer Rückkehr nach Papua Neuguinea Ende Januar: «Leider habe ich dieses Jahr die schlimmsten Ostern meines Lebens erfahren. In Pomberel starb ein Mann, und man machte gleich am Nachmittag drei Frauen als Hexen für den Tod verantwortlich. Ich begann mit zwei guten Mitarbeiterinnen für diese Frauen zu kämpfen und geriet dadurch in die Höhle des Löwen. Wir wurden beschimpft, mit Steinen, Fäusten, Messern und Geschrei bedroht. Um alles noch schlimmer zu machen und zu dramatisieren, wurde ich für den Covid-19 verantwortlich gemacht. … Als wir am Ostermorgen die Auferstehung Jesu Christi feierten, wurden die drei als Hexen beschuldigten Frauen gefoltert und schlimm zugerichtet. Am Osterdienstag konnten wir sie endlich ins Spital in Mendi bringen. Sie erholen sich seither, den Umständen entsprechend, gut. Natürlich sind sie traumatisiert.» Die Corona-Situation hat in unserem Bildungshaus Stella Matutina in Hertenstein verschiedene Kursannullationen gebracht. Daher können wir von Mitte bis Ende Juli 2020 unser Bildungshaus ganz für Feriengäste öffnen. Aufgrund unserer geografischen Lage am Vierwaldstättersee eignet sich die Stella Matutina besonders für Gäste, die • Ruhe und Stille bevorzugen • gerne Wanderungen und Ausflüge mit Schiff oder Bahn machen • unsern Badeplatz benützen möchten • eine gut bürgerliche, regionale Küche schätzen Gäste, die gerne am Gottesdienst der Schwesterngemeinschaft teilnehmen, sind dazu eingeladen. Nicht geeignet ist unser Haus für Gäste, die Betreuung oder pflegerische Unterstützung benötigen. Hexenverfolgung im Hochland von Papua Neuguinea Wir bedanken uns herzlich für jede Spende. Falls Sie uns einen Beitrag an Druck und Porto des BaldeggerJournals überweisen möchten, bitten wir Sie, es auf das Konto «Verein Kloster Baldegg, 6283 Baldegg, PC 60-984-8» zu tun mit dem Vermerk: BaldeggerJournal. Vielen Dank! Danke Hertenstein
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