7 Sr. Regula-Maria Mazenauer, Baldegg Grosses Staunen im Märlikafi Also, liebe Leserin, lieber Leser: Es lohnt sich, das Staunen, weil es gut tut und unsere Welt immer noch voller kleiner und grosser Wunder ist. Können wir «Grossen» überhaupt noch so richtig staunen? Wenn nicht, können wir es ganz leicht wieder lernen, nämlich von den Kindern! Eine Mutter sagte mir einmal: «Unsere Chiara staunt eigentlich den ganzen Tag über kleinste Kleinigkeiten». Genauso erlebe ich es in meiner Aufgabe im Klosterkafi und im Team des Kasperlitheaters. Kinder staunen oft mit offenem Mund und grossen Augen, und sie staunen mit all ihren Sinnen. Sie staunen über den Schaum im Bierglas ihres Vaters oder die wunderschöne Kulisse im Kasperlitheater. Sie hören die feinen Nuancen in den Stimmen der verschiedenen Kasperlifiguren – und staunen. Sie greifen nach den «Bauklötzli» in der Kinderecke und staunen, wenn der Turm immer höher und höher wird – und staunen und staunen. Die Kinder erhaschen die «Seifenblöterli», die aus dem Teich des Wassermannes steigen – und staunen. Sie staunen über sich selber, wenn sie es mit unbeholfenen Schrittchen schaffen, die Schwelle zur Terrasse des «Klosterkafi» zu überwinden. Im Mittagsservice fragte ich einen Erstklässer, ob ihm das Essen schmecke. Mit grossen Augen sah er mich an und antwortete: «Das sind die beschte Pommes vo dä ganze Wält!» Die Mutter der kleinen Chiara hat recht: Die Kinder staunen den ganzen Tag! Vielleicht gehen wir Erwachsenen wieder einmal ganz bewusst mit allen unseren Sinnen durch den Alltag. Wir werden staunen! Oder Sie, liebe Leserin, lieber Leser, begleiten Sie doch einmal Ihr Kind, Ihr Enkelkind oder Ihr Gottechind ins Kasperlitheater. Ich verspreche Ihnen: Auch Sie werden nicht mehr aus dem Staunen herauskommen! Märlikafi Alle paar Wochen sind Kinder ab vier Jahren und ihre Begleitung zum Kasperli ins Märlikafi in der Klosterherberge eingeladen. (vgl. https://www.klosterbaldegg.ch/ veranstaltungen)
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