baldeggerjournal

Hertenstein Tanzende Schatten 2 Sr. Beatrice Kohler, Hertenstein Ehemalige Mitten am Tag eine Furcht 3 Ursula Andermatt, Berlin Kloster Baldegg «Fürchtet euch nicht ...» 4 Dr. P. A. Ziegler SJ, Zürich Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen 6 Beispiele aus der Volksliteratur Sr. Fabiola Wolf, Baldegg Theater spielen gegen Ausweglosigkeit und Resignation 7 Sr. Madeleine Schildknecht, Bosnien Sich weder fürchten vor Gott, noch vor Hölle und Teufel 8 Prof. Dr. Renold Blank, Zofingen Meine Tage sind gezählt 10 Im Gespräch mit Sr. Luka Hutter Vertrauen ist Furcht, die gebetet hat 11 Sr. Renata Geiger, Baldegg Zwei Meinungen – ein Thema 12 Stimmungen ergreifen Wie antworten? Von Schreibtisch zu Schreibtisch: Sr. Hildegard Willi und Dr. Judith Stamm ZweiMinutenPredigt 14 ZweiMinutenPredigt Glauben & Beten 15 mit Sr. Theres Brändli, Baldegg Übrigens 16 Zwei Bilder – ein Leben 17 Sr. Candida Irniger würde wieder Kindergärtnerin werden Liebe Leserin, lieber Leser Wer sich vor jedem Regentropfen fürchtet, ist überspannt oder verliebt. Oder erzählt Märchen. Apropos Märchen: Sie helfen lähmende Furcht überwinden. Das schreibt die Märchenkennerin, Sr. Fabiola. Auch wenn wir keine Kinder mehr sind, sehen wir oft Gespenster. Was dagegen hilft? Hautnähe, sagt P. Ziegler. Gespenstige Schatten im Kinderzimmer erlebte auch Sr. Beatrice. Dadurch lernte sie die eigenen Gefühle kennen, eine wichtige Voraussetzung für die Kontemplation. Ursula Andermatt, ehemalige Baldegger Seminaristin und heute bekannte Schauspielerin, versucht die Zeichen der Angst zu lesen, um nicht in ihr umzukommen. Angst liegt in der Luft, so lesen wir im Schreibtischgespräch von Psychologin und Politikerin. Sie diskutieren, was Stimmungen mit uns machen. Sr. Madeleine beschreibt, wie Jugendliche in Bosnien mit Theaterspielen versuchen, sich die Angst vor Resignation vom Leibe zu halten. Andere Strategien zur Bewältigung zeigt Sr. Renata auf. Seit Jahrtausenden haben Menschen im Psalmengebet Hilfe gefunden. Warum Gott niemandem Angst und Schrecken einjagen will, erläutert uns der Theologe Dr. Blank. Der Tod soll also nicht ängstigen. Ob das so ist? Für Sr. Luka steht er vor der Türe. Sie wartet auf die Erfüllung der verheissenen Verwandlung ihres Lebens im Geheimnis der Liebe Gottes. Lesen Sie nach der Lektüre unseres BaldeggerJournals noch einmal dieses Gedicht. Sie werden es lieben lernen. Es trägt den Titel «Morgens und abends zu lesen». «Der, den ich liebe Hat mir gesagt Dass er mich braucht. Darum Gebe ich auf mich acht Sehe auf meinen Weg und Fürchte von jedem Regentropfen Dass er mich erschlagen könnte.» Bertold Brecht schrieb es für Liebende. Passt es nicht auch zum Weihnachtsfest, dessen Gabe einfach umwerfend ist: Gott hängt sein Herz an uns Menschen? Darum gebe ich auf mich acht, sehe auf meinen Weg und fürchte von jedem Regentropfen, dass er mich erschlagen könnte. Lieber Leser, liebe Leserin Geben Sie also acht: Gott hat gesagt, dass er Sie braucht. Frohe Weihnachten! Herzlich Ihre Baldegger Schwestern Inhalt Vom Fürchten ... Editorial

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