baldeggerjournal

Bildungshaus Stella Matutina Arm werden und betteln, aber wie? 2 P. Werner Hegglin, Dr. phil., Horw Baldegger Missionen Geben Sie Ihr Almosen lieber Kindern oder Menschenhändlern? 4 Sr. Madeleine Schildknecht, Bosnien «Hört endlich auf!» 5 Um Gewaltverzicht betteln Interview mit Sr. Gaudentia Meier, Papua Neuguinea Betteln, um andere glücklich zu machen 6 Im Gespräch mit Sr. Denise Mattle, Tanzania Bettelstudentinnen 7 Sr. Judith Kalamena, Congo Kloster Baldegg Betteln – eine vieldeutige Frage, eine eindeutige Mahnung 8 P. Albert Ziegler SJ, Zürich Wer ganz unten ist, spürt den Grund 10 Sr. Beatrice Kohler, Baldegg Bettelpsalm 12 Betteln um ein ewiges Daheim 13 Sr. Silja Richle, Baldegg mail@klosterbaldegg.ch 14 mail@klosterbaldegg.ch Vreni Bakri, Addis Abeba, Äthiopien Sr. Martine Rosenberg, Baldegg Glauben & Beten 15 mit Sr. Emma-Maria Heini, Hurden Übrigens 16 jobs@klosterbaldegg.ch 17 Slavica Tomasevic liebt den Ämmitaler Dialekt Liebe Leserin, lieber Leser Darf man das und erst noch vor Weihnachten? So ungeniert betteln, wie jene, die am Bahnhof und anderswo verdutzte Passanten mit ihrem unverfrorenen «Häsch mer en Stutz?» erschrecken. Den Mut dazu habe ich Sr. Denise abgeschaut, sie bettelt wo immer sie ist und wo immer sie kann. Im Interview erfahren wir, warum sie ein richtiger Bettelsack ist. Beim Betteln denkt sie nämlich an die glücklichen Augen der Kinder in Tanzania, denen sie mit jedem Franken helfen kann. Auch Sr. Madeleine tut es für Kinder, in Bosnien. Sie will verhindern, was Vreni Bakri in Addis Abeba schmerzlich erfahren hat und in ihrem Mail auch beklagt: Kinder können zum Betteln erzogen werden. Umgekehrt P. Hegglin: Er möchte uns sogar zum Betteln anspornen. Ihm geht es nicht um Franken und Rappen, sondern um Zufälle. Wer empfangen lernt, dem werden sie zufallen. Zum Empfangen braucht es offene Hände. Solche haben Sterbende. Darüber macht sich auf Seite 13 Sr. Silja Gedanken. Manchmal bleibt nur noch das Betteln um Gnade. Sr. Gaudentia hat das leibhaftig erfahren, als sie den lodernden Scheiterhaufen sah, die ruchlosen Männer und mitten drin die verwundete Frau. Mehr davon auf Seite 5. Wenn es notwendig wird, so sagt Franziskus, dann sollen die Brüder um Almosen betteln gehen. Genau das tun unsere Bettelstudentinnen aus Afrika, wenn sie Sommer für Sommer der Hitze Roms entfliehen und in Baldegg eintreffen. Sr. Judith ist eine davon und weiss, was es heisst, auf Unterstützung angewiesen zu sein, vgl. Seite 7. Pater Ziegler erinnert uns an die Bettelorden und daran, dass sie heute nicht mehr bettelarm sind. Mehr über den berühmtesten Bettler aller Zeiten berichtet schliesslich Sr. Beatrice auf Seite 10. «Per amorem Dei», also aus Liebe zu Gott, hat Franziskus gebettelt. Ihm ging es um die geschenkte Liebe. Lieber Leser, liebe Leserin Und um die Liebe dreht sich auch das Fest aller Feste. An Weihnachten lehrt uns das kleine Kind in der Krippe betteln: um Friede und Freude in Familie und Welt, um Zuversicht und Wohlergehen im neuen Jahr, um Gesundheit und Segen. Weihnachten lädt uns ein, die Hände zu öffnen, sich beschenken zu lassen und zu teilen. Herzlich grüssen Sie Ihre Baldegger Schwestern Inhalt Vom Betteln ... Editorial

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