baldeggerjournal

14 - - - - Original Message - - - - Von: Urs.Schwaller@parl.ch Gesendet: Montag, 10. Juni 2013, 08:46 An: <sr.monalda@klosterbaldegg.ch> Betreff: Baldegger Nachrichten mail@klosterbaldegg.ch - - - - Original Message - - - - Von: «Sr. Monalda Hunkeler» <sr.monalda@klosterbaldegg.ch> An: «Urs.Schwaller@parl.ch Datum: 6. Juni 2013, 13.34 Betreff: Jammern im Bundeshaus Urs Schwaller vertritt seit 2003 den Kanton Freiburg im Ständerat. Seit 2005 ist er Fraktionspräsident der CVP. Von 1997 – 2004 war er politisch als Regierungsrat, vorher Präfekt des Sensebezirks tätig. Der Vater von drei erwachsenen Kindern ist Rechtsanwalt und lebt in Tafers FR. Sr. Monalda Hunkeler lebt seit 1971 in Bourguillon, wo sie nebst ihrem Einsatz als Lehrerin auch die Schulleitung inne hatte. Heute ist Sr. Monalda für das Studentinnenfoyer Bel Abri in Bourguillon zuständig. mail@klosterbaldegg.ch Guten Tag Schwester Monalda Wer noch nie gejammert hat, soll aufstehen? Wenn ich in einem vollen Saal diese Frage stelle, so ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass fast alle sitzenbleiben. Jammern und sich damit selber bemitleiden, heisst oft auch, dass man etwas Aufmerksamkeit braucht. Dagegen ist nichts einzuwenden. Im Grossen und Ganzen haben wir aber in der Schweiz wenig zu jammern und zu klagen. Wenn wir dies aber trotzdem tun, so machen wir das auf einem hohen Niveau. Der Schweiz geht es gut und zwar finanziell, wirtschaftlich und auch punkto Sicherheit. Vor einigen Wochen habe ich im Europarat mit Kollegen aus einigen südeuropäischen Ländern über unsere «Sorgen» gesprochen. Länder, in denen die Jugendarbeitslosigkeit bis zu 40% und mehr beträgt. Länder, welche eine ganze Generation ohne Zukunftsaussichten allein lassen und verlieren. Die Antwort, die ich nach Aufzählung unserer wichtigsten innerstaatlichen Parlamentsthemen jeweils erhielt, war denn auch: «Eure Sorgen möchten wir haben». Dank der Arbeit und Voraussicht vieler Generationen haben wir in der Schweiz ein ausgezeichnetes Ausbildungssystem, einen starken Wirtschaftsstandort und damit auch ein sicheres Gesundheits- und Sozialnetz. Wenn wir dieses halten wollen, so ist weniger Jammern gefragt, als vor allem die Bereitschaft, nach seinen Kräften und Möglichkeiten etwas mehr Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. Verantwortung auch für sein Tun. Viele neue Gesetze und Erlasse blieben uns erspart und es gäbe sofort weniger zu jammern «über die da in Bern», die alles und jedes regeln wollen. Mit meinen besten Grüssen aus der Sommersession, in welcher im Bankenstreit mit den USA zwar alle etwas tun, aber ebenso viele keine Verantwortung übernehmen wollen und Pontius Pilatus nacheifern. Urs Schwaller, Ständerat Freiburg Guten Tag Herr Ständerat Schwaller Jammern Sie als Politiker auch hie und da? Oder tun das nur wir Bürgerinnen und Bürger, die genug haben von der Flut der Gesetze, Referenden und Erlasse? Trifft gar zu, dass «die in Bern oben» das Lamentieren der Bevölkerung brauchen, um politische Bestleistungen zu erbringen? Ich weiss, dass Ihre politische und berufliche Beanspruchung sehr gross geworden ist, dennoch würde mich Ihre Meinung dazu interessieren. Und grüssen Sie bitte Ihre Frau Barbara, unsere ehemalige Lehrerin im Pensionat Salve Regina in Bourguillon. Es freut mich jedesmal, wenn ich Sie in Fribourg oder Bourguillon antreffe. Sr. Monalda Hunkeler

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