Baldegger Schwestern Ein Hafen für die Menschen 2 Sr. Tamara Steiner, Baldegg Das Gefängnis – eine Herberge? 3 Sr. Iniga Affentranger, Baldegg Klosterherberge Aus einem alten Kloster eine Herberge bauen 4 Im Gespräch mit den Architekten P. Jordi, G. Lombriser und J. Kündig Klosterhof Die Natur ist eine grossartige Beherbergerin 7 Sabine und Andreas Marbot-Weber, Baldegg Kloster Baldegg Ruhe auf der Flucht 8 P. Hubert Holzer SJ, Zürich Klosterherberge Eine Haltestelle für das Leben 10 Sr. Marie-Ruth Ziegler, Baldegg Bildungshaus Stella Matutina Notizen eines Pilgerweges 12 Sr. Claudia-Pia Steiner, Hertenstein Bildung. Herberge des Lebens 13 P. Werner Hegglin, Hertenstein Baldegger Schwestern Wo der Same der Zukunft seine Herberge hat 15 Sr. Carmela Willisch, Baldegg Übrigens 16 jobs@klosterbaldegg.ch Köbi Streit liegt das Streiten nicht 17 Liebe Leserin, lieber Leser «Wer klopfet an?» – «Ach, zwei gar arme Leut.» – «Was wollt ihr denn?» – «Wir suchen Herberg‘ heut.» Mit viel Dramaturgie haben wir Kinder dieses Lied jeweils im Advent gespielt. Unvergesslich das laute Poltern an die Türe und das abweisende «Nein, nein, nein, es kann nicht sein. Da geht nur fort, ihr kommt nicht 'rein», das aus dem Innern der Stube tönte. Dieses Herbergelied geht mir nicht mehr aus dem Sinn, seit wir unsere Klosterherberge planen. Wer wird bei uns anklopfen? Wie werden wir reagieren? Was suchen Menschen? Ein Bett, einen Bissen Brot und ein Wort? «Ein Mundvoll Ruhe» suchen sie, schreibt P. Holzer auf Seite 8. Und er führt die Leserinnen und Leser behutsam dorthin, wo das Geheimnis aller Herbergen zu finden ist. Was aber ist eine Herberge? Unser Journal zeigt einen Ausschnitt aus der Vielfalt möglicher Deutungen: Sr. Carmela Willisch bezeichnet das Klosterarchiv als eine Herberge für den Samen der Zukunft. Mit dem Thema «Bildung als Herberge» setzt sich P. Hegglin auseinander. Sr. Tamara Steiner ist der mehr als 1500-jährigen Geschichte des Wortes Herberge nachgegangen: Herberge ist wie «ein Hafen für Menschen, in dem sie ankern, Ladung löschen und auftanken können, um gestärkt weiterzugehen». Unsere künftige Klosterherberge hat sich zum Ziel gesetzt, eine «Haltestelle für das Leben» zu werden. Aber auch ein Gefängnis ist eine Haltestelle, wenn auch eine unfreiwillige. Ist das Gefängnis auch eine Herberge? Möglich ist‘s, sagen Sträflinge. Die Gefängnisseelsorgerin, Sr. Iniga Affentranger, sagt warum. Sr. Claudia-Pia war als Pilgerin Tag für Tag auf Herbergesuche. Sie hat uns dazu einige Notizen überlassen. Von schlauen, hinterhältigen und produktiven Gästen auf dem Klosterhof berichtet das Pächterehepaar Andreas und Sabine Marbot. Dass es nicht einfach ist, aus einem alten Kloster eine Herberge zu bauen, erfahren Sie aus dem Gespräch mit unseren drei Architekten. Für sie ist eine Herberge kein Hotel. Ob das unsere künftigen Gäste auch so sehen? Lieber Leser, liebe Leserin Wo ist Ihr Herz beherbergt? Wo findet es Ruhe auf der Flucht? Vielleicht regt unser neues Baldeggerjournal Sie an, darüber nachzudenken. Wir hoffen, dass es Ihnen wenigstens «ein Mundvoll Ruhe» schenkt. Herzlich grüssen Sie Ihre Baldegger Schwestern Inhalt vom Beherbergen ... Editorial
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