4 Im Februar 2007 hat das Kloster Baldegg entschieden, das alte Kloster, das sogenannte Haus St. Josef, zu einer Klosterherberge umzubauen. Sie beauftragte das Architekturbüro Jordi + Partner AG in Bern mit dieser Aufgabe. Nur acht Monate später konnte bereits mit den Umbauarbeiten begonnen werden. Architekt Patrick Jordi hat das architektonische Konzept erarbeitet, ausführender Architekt ist sein Mitarbeiter Giachen Lombriser. Für die örtliche Bauleitung war Joe Kündig, Architektur Kündig AG, Baldegg, verantwortlich. Die drei Architekten beantworten Fragen von Sr. Marie-Ruth Ziegler. ich komme immer gern nach Baldegg, weil ich die gute Energie an diesem Ort spüre. Die Zusammenarbeit mit den Schwestern ist dank ihrem Engagement spannend und herausfordernd! Jedes Projekt hat sich in den gemeinsamen Auseinandersetzungen immer verbessert und verfeinert. Das Ziel ist klar: die Philosophie des klösterlichen Lebens der Franziskaner Schwestern soll auch in den Gebäuden zum Ausdruck kommen: Sie sollen einfach, klar, unaufdringlich, aber auch weltoffen und einladend sein. Ihr Vater hatte den Auftrag, für die Baldegger Schwestern ein neues Kloster zu bauen und Sie wurden vor die Aufgabe gestellt, Patrick Jordi, Dipl. Architekt ETH/SIA/ AIA, Jordi + Partner AG, Bern Herr Jordi, seit mehr als 40 Jahren arbeitet das Architekturbüro Jordi + Partner AG Bern für das Kloster Baldegg. Was haben Sie von Ihrem Vater über das Kloster Baldegg und seine Bauten gelernt? Durch die Arbeit meines Vaters war unsere Familie nicht nur mit Schwester Basilda, der damaligen Bauverantwortlichen, sondern auch mit vielen anderen Baldegger Schwestern sehr verbunden. So bin ich quasi mit dem Kloster Baldegg aufgewachsen. Bei den vielen Begegnungen kamen die Lebensfreude und positive Haltung der Schwestern zum Ausdruck. Es geht mir ähnlich wie meinem Vater – das alte Kloster in eine Klosterherberge umzubauen. Was ist in diesem Projekt für Sie die grösste Herausforderung gewesen und wie lösten Sie diese? Schon sehr bald war mir klar, dass mit dem Innenhof und den Proportionen des Ende der 20er Jahre gebauten Hauses St. Josef etwas nicht stimmte. Mich störte insbesondere die Beziehung vom Innenraum zum Aussenraum. Das Erdgeschoss lag eine halbe Etage tiefer als der Innenhof, bzw. höher als der Zugangsbereich. Daher wirkte das Gebäude nach aussen abweisend. Mit dem Absenken des Hofes entlang der Fassade und dem Vergrössern der markanten Bogenfenster bis zum Boden zeigt sich das Haus nun wesentlich freundAus einem alten Kloster eine Herberge bauen Kosterherberge
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