6 führern erklärten, sie wollten nicht länger ihr Leben aufs Spiel setzen, sie hätten schon genug Kameraden verloren. Etwa 80 Personen vertraten die verschiedenen Stämme. Der Bischof und ein Pfarrer und Vertreter von Polizei und Regierung waren Zeugen der Gespräche, die einen schönen Schritt näher zum Frieden führten. Die Versöhnungsfeier wurde für den 26. März geplant. Etwa 600 Mitglieder der «Legio Maria» aus der Region Mendi versammelten sich zwei Tage zuvor mit Leuten von Det zum Gebet. Eine lange Prozession, der Bischof voran, bewegte sich am frühen Sonntagmorgen von Det nach Poroma, zwei Stunden weit. Führer und Tänzer hiessen die Leute willkommen. Über 2000 Personen nahmen an der Versöhnungsmesse teil. Im zweiten Teil drückten Vertreter der verschiedenen Stämme ihre Dankbarkeit aus und versicherten die Friedensbereitschaft. Die Situation verbesserte sich weiter. Wir konnten unsere Pfarreiratssitzungen wieder an einem einzigen Ort abhalten, abwechslungsweise in Det und Poroma. Der Friede ist noch recht zerbrechlich. Wir realisierten es im Mai, als wir die Fronleichnamsprozession von Det nach Poroma planten. Ein grosses Schwein war gestohlen worden, worauf neue Drohungen ausgesprochen wurden. Die Sache konnte geschlichtet werden. Wir führten die Prozession durch, doch die Beteiligung war weniger gross. Wir benutzten weitere Feste und Gelegenheiten, um die Friedensbande zu stärken. Am Ende des Jubiläumsjahres pilgerten wir erneut nach Mendi für den Abschlussgottesdienst. Dieses Jahr hatte uns wirklich Versöhnung gebracht. Wir waren alle beglückt und dankbar. Das Jahr 2002 mit den Parlamentswahlen brachte neue Spannungen. Poroma hatte einen Kandidaten und die Leute von Det hatten den ihrigen. Werden sie erneut zu den Waffen greifen, denn nur einer konnte gewinnen? Wie war ich erleichtert, als beide verloren und ein Kandidat von Nipa die Wahl gewann. Heute, drei Jahre später, sehen wir weitere Fortschritte. Ich glaube, dass in diesem ganzen Prozess Gott mit uns war.Was sind nun für mich die aus Schwertern geschmiedeten Pflugscharen? Es sind die vielen Kinder, die wieder fröhlich zur Schule gehen können, die Kranken und die werdenden Mütter, die in den Spitälern Hilfe finden, die Zusammenarbeit der Leute in der Pfarrei, die neu erbauten Siedlungen und prächtigen Gärten und Felder. Ja, mögen diese Menschen nie mehr zum Krieg rüsten! Papuas im Festschmuck Autobrücke bei Det, Papua Neuguinea
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