baldeggerjournal

14 Wer das Wort Lebensmittel hört, denkt an Essen und Trinken, und damit hat er völlig recht. Aber, – er denkt zu kurz. Lebensmittel sind Mittel zum Leben, und als solche gehen sie weit über das Essen und Trinken hinaus. Der amerikanische Psychologe Abraham Maslow hat die Mittel, die der Mensch zu seinem Leben braucht, in einer aufsteigenden Pyramide zusammengestellt. Deren unterste Stufe sind die sogenannten Primärbedürfnisse des Essens, Trinkens und Schlafens. Sie sind die Basis. Von ihr ausgehend aber bedarf der Mensch weiterer Mittel, um sein Leben zu bereichern: – Er braucht Sicherheit – Er benötigt Liebe und Freundschaft – Anerkennung seiner Person – und schliesslich die Erfahrung von Güte und Selbstlosigkeit. Vier Ebenen, von denen jede höhere nur erreicht werden kann, wenn die Bedürfnisse der unteren befriedigt wurden. Diese Befriedigung zu erreichen ist somit ein wesentliches Element auf der Suche nach dem, worin Sinn und Ziel des menschlichen Lebens bestehen. Gottes Vorsehung lädt uns immer wieder zum spontanen Anfangen ein ... Gedanken zu den Lebensmitteln im Baldegger Klosterdorf Prof. Renold J. Blank, São Paolo, Brasilien Dort, wo diese Suche nicht gelingt, ergibt sich ein Zustand von immer ausgeprägterer existentieller Frustration. Es ist genau diese Frustration, die das Leben so vieler Menschen heute prägt. Zwar haben die meisten von ihnen zu essen und zu trinken. Auch für ihre berufliche und soziale Sicherheit ist mehr oder weniger gesorgt. Dies allein aber genügt ihnen nicht. Die Menschen wollen mehr. In jedem und jeder von uns steckt eine Suchende nach Sinn. Der Mensch ist nicht zufrieden mit der Befriedigung primärer biologischer Bedürfnisse. Wir Menschen sind Suchende nach Transzendenz, ohne es zu wissen. Das Suchen nach Transzendenz aber vollzieht sich auf dem Weg über die Befriedigung jener Bedürfnisse, die Maslow auf der dritten bis fünften Ebene seiner Pyramide situiert: – Liebe und Freundschaft – Anerkennung der eigenen Person – Erfahrung von Güte baldegger klosterdorf Es begann wie im Märchen ... Eines schönen Tages blätterte Prof. Renold Blank im baldeggerjournal. Dort las er vom Klosterdorf, das in Baldegg entstehen soll. Spontan rief er seiner Frau zu: «Du, das ist eine tolle Idee. Wollen wir uns hier nicht engagieren?» Gottes Vorsehung – so Prof. Blank – lädt uns beide halt immer wieder zum spontanen Anfangen ein. Das Schweizer Ehepaar Blank lebt die Hälfte des Jahres in Brasilien. Beide unterrichten seit mehr als 20 Jahren an der Päpstlichen Theologischen Fakultät von São Paolo. Frau Prof. Blank ist Spezialistin in Ehe-Theologie und in Logotheorie, Prof. Renold Blank ist Inhaber der Lehrstühle für Eschatologie und Offenbarungs-Theologie. Bereits im nächsten Frühjahr werden Frau und Herr Prof. Blank mit einigen geistlichen Lebens-Mittel-Angeboten im Klosterdorf beginnen. Frau und Herr Prof. Blank

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